»Ich bekomme so viel positive Energie.«

 

Riwaj Sapkota

Produktmanager, G+D Mobile Security GmbH

Sicherheit im Internet der Dinge und Dynamik für Riwaj

 

Man fragt sich, ob dieser Mann jemals Langeweile hatte: Studium in Nepal, München und Berkeley/Kalifornien. Ein MBA-Abschluss ist in Arbeit. Berufstätigkeit in Deutschland, seit 2014 tätig für Giesecke+Devrient. Trainee-Programm, jetzt Führungskräfte-Fördergruppe – neben dem normalen Job. Und das alles mit noch nicht einmal 35 Jahren. Genauso dynamisch wie Riwaj Sapkota selbst ist der Markt, in dem er aktiv ist. „Wir machen das Internet der Dinge, wo sich Millionen von Geräten und Maschinen online verbinden, jeden Tag ein wenig sicherer.“

Sie sieht harmlos aus, wie sie da hängt – diese Kamera in einer Hotellobby oder dem Foyer eines Appartementhauses irgendwo auf der Welt. Zum Schutz der Gäste und Bewohner ist sie da. Und für das gute Gefühl der Verwaltung, das Kommen und Gehen im Blick zu haben. So eine Kamera – das ist doch technologisch kein großes Ding, oder? „Von wegen“, sagt Sapkota. Der Produktmanager für G+D Mobile Security bringt die Kamera nämlich ins Internet und schützt sie über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg vor unbefugten Zuschauern. „Die Kamera hängt nicht nur da und überspielt Bilder auf eine Festplatte in einem Hinterzimmer. In den rund zehn Jahren ihres Einsatzes kommuniziert sie sehr oft über das Internet, zum Beispiel um Software-Updates herunterzuladen oder Daten in der Cloud zu speichern. Jedes Mal könnten Hacker sich da hineindrängen und die Privatsphäre der Menschen oder die Sicherheitsvorkehrungen des Hauses bedrohen.“

Dagegen hat Sapkota ganz entschieden etwas: „Wir können mit unserem Wissen um Konnektivität und Sicherheit diese Kamera und alles andere im Internet der Dinge über den gesamten Lebenszyklus hinweg schützen.“ Nun, da wird ihm die Arbeit nicht ausgehen, denn inzwischen sind von der kleinen Fitnessuhr ums Handgelenk über das Carsharing-Auto am Hauptbahnhof bis hin zum großen Elektrizitätswerk am Stadtrand immer mehr Geräte und Maschinen online – also mit dem Internet verbunden. Und wie macht man all diese Technik digital sicher? „Herzstück dafür ist die SIM-Karte. Die kann eingelegt werden, genauso wie man das bei seinem privaten Smartphone kennt. Bei vielen, vor allem größeren Geräten ist sie allerdings schon gleich fest verbaut, dann spricht man von einer eSIM. E steht für embedded.“ Diese eSIMs sind inzwischen so etwas wie die Schaltzentralen unseres modernen vernetzten Lebens geworden.

Riwaj bereitet sich auf ein Meeting vor.

»Bei G+D zu arbeiten heißt, mit topaktuellen Technologien die Welt von morgen mitzugestalten.«

Die Teilnehmer des konzernweiten Talentprogramms sind zu Besuch bei G+D advance52, dem Inkubator für digitale Geschäftsmodelle.

„Wir schätzen, dass bis 2021 rein rechnerisch 3,5 Geräte pro Erdenbürger online sind“, umreißt Sapkota die Dimensionen. Diese enormen Mengen an Geräten müssen nicht nur vernetzt, sondern laufend identifiziert, verwaltet und gewartet werden – dazu braucht es eSIM-Management von der ersten Anmeldung im Netz bis zur endgültigen Abschaltung. „Wer sich wie ich für so etwas begeistert, der muss bei G+D arbeiten. Vor 30 Jahren, da war ich noch ein Kind in Nepal, lieferte G+D die erste kommerzielle SIM-Karte aus. Heute bestücken wir den Weltmarkt mit 700 Millionen neuen SIM-Karten. Jährlich. Und wir managen fast drei Milliarden SIM-Karten in über 80 Ländern“. G+D ist an allen bisherigen großen kommerziellen eSIM-Projekten beteiligt und insgesamt Weltmarktführer.

Doch als würde das alles noch nicht reichen, schreibt Sapkota auch seine eigene Wachstumsstory. „Als Trainee hatte ich hier unglaublich vollgepackte und lehrreiche 18 Monate. Ich habe vier Stationen im Unternehmen durchlaufen, eine davon in Mexiko, und dabei Netzwerke geknüpft, die heute noch aktiv sind“, erinnert er sich. Seit dieser Zeit ist er zum Beispiel aktiv im Projekt „CEO meets Millennials“, in dem CEO Ralf Wintergerst mit Nachwuchsleuten darüber diskutiert und Ideen sammelt, wie G+D noch attraktiver für Fachkräfte der Generationen Y und Z werden kann. Sapkota selbst segelt indes schon längst zu neuen Ufern: Bis 2020 nimmt er am G+D-Talentprogramm für angehende Führungskräfte teil. „Hier kriege ich so viel positive Energie. Das ist viel mehr, als ich an Zeit und Kraft reinstecke.“ Und in fünf bis zehn Jahren? „Da will ich Führungskraft sein und für G+D neue Geschäftsfelder erschließen.“ Begonnen damit hat er schon: Ganz aktuell tüftelt Sapkota mit seinen Kollegen aus der Forschungsabteilung von Mobile Security an etwas, das noch gar nicht öffentlich benannt werden darf. „Wir wollen unser bestehendes Angebot an SIM und eSIM erweitern, um auch die Myriaden von Geräten, die noch ins Internet der Dinge kommen werden, sicher zu verbinden.“ Klar, dass da keine Langeweile aufkommt.

28 Milliarden
    Geräte online

 

So viele Devices, Maschinen, Autos, Flugzeuge und ganze Fabriken werden voraussichtlich in naher Zukunft über das Internet der Dinge online miteinander verbunden sein. Greifbar für den Endverbraucher wird das etwa, wenn der PKW automatisch einen Unfall-Notruf absetzt, die Waschmaschine den Monteur samt Ersatzteil bestellt oder man mit der Fitnessuhr nach dem Joggen beim Bäcker die Brötchen bezahlt.

Sehen Sie hier das komplette Interview mit Riwaj Sapkota.

 

 

 

 

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